Die Tasse Kaffee der Naturheilkunde
13.07.2010
Unser Tipp: Das kalte Armbad
Die "Tasse Kaffee der Naturheilkunde" senkt die Herzschlagfrequenz, beruhigt, erfrischt, kurz: Regt an, ohne aufzuregen. Kneipp-Freunde schätzen das kalte Armbad als Erfrischung beispielsweise bei Nervosität, Müdigkeit, Langeweile, auf einem Ausflug bei Hitze. Nicht zuletzt bietet sich diese kneippsche Anwendung als Muntermacher an einem anstrengenden Tag an. Sebastian Kneipp (1821-1897) schrieb dieser Anwendung eine "großartige Wirkung" zu. Sehr zu Recht. Garantiert koffeinfrei - und damit frei von unbeliebten Nebenwirkungen wie Ein- und Durchschlafstörungen. Bei den genannten Gelegenheiten passt das Armbad am frühen Nachmittag. Mit einer Ausnahme: Bei niedrigem Blutdruck können Sie das Armbad als Einschlafhilfe einsetzen, in diesem Fall abends.
So geht`s: Falls kein spezielles Kneipp-Armbecken zur Hand ist, verwenduen Sie ihr Waschbecken. Füllen Sie das Gefäß mit kaltem Wasser. Kalt heißt: Es sollte auf jeden Fall unter 18 Grad sein. Tauchen Sie die Arme bis zur Mitte der Oberarme ein und lassen Sie sie bis 30 Sekunden unter Wasser. Falls Sie vorher ein unangenehmes Kältegefühl spüren, sofort raus aus dem Armbad. Wasser abstreifen, nicht abtrocknen, das verstärkt die Wirkung. Am Schluss Arme bewegen, bis sie sich wieder schön warm anfühlen.
Wichtig: Achten Sie auf ihre Haltung. Vorbeugen kann Rückenschmerzen verursachen. Auf keinen Fall mit kalten Händen kalte Armbäder nehmen, Hände müssen im Zweifelsfall vorher erwärmt werden (hier eignet sich ein Wechsel-Armbad besser).Gegenanzeige auch: Herz-Enge-Gefühl (Angina Pectoris), Gefäßkrämpfe. Kaltes Wasser stets nur auf warme Haut geben.
Kneipp-Anwendungen grundsätzlich nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
Dr. Robert M. Bachmann , Kneipp-Bund e.V. (auszugsweise)
Vor dem Eingang des Schwefelbades in Fallersleben befindet sich ein vom Kneipp-Verein Fallersleben gestiftetes Armtauchbecken. Es wartet auf Ihren Besuch!
